Der Beruf des Dachdeckers reicht bis weit in das 14. Jahrhundert zurück. Damals wurden aus Brandschutzgründen Strohdächer verboten und die Ansprüche an die Tätigkeit des Dacheindeckens wuchsen. Schiefer löste das einfache Stroh als Dachmaterial ab und es entstand der Beruf des Dachdeckers.

Heute muss ein Dachdecker vieles mehr können als ein Dach einzudecken. Dachdecker‑Fachbetriebe kümmern sich um Dämm- und Dichtarbeiten rund um das komplette Haus. Das beginnt im Keller, weiter an Wänden und Fassaden bis zum Dachstuhl. Hierbei ist größte Sorgfalt gefragt, anderenfalls besteht die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden, die gesundheitsgefährdende Schimmelbildung oder dauerhafte Schäden der Bausubstanz zur Folge haben können.

Ein ausgebildeter Dachdecker kann ein schmuckloses Flachdach in eine grüne Oase verwandeln, er baut Dachfenster ein, installiert Solaranlagen, schützt das Gebäude mit Blitzableitern oder sorgt mit der Errichtung von Dachrinnen und Fallrohren für eine vollständige Entwässerung des Hausdaches.

Die Tätigkeit eines Dachdeckers ist also sehr vielseitig und komplex. Daher bilden sich Gesellen und Meister auch nach ihrer Ausbildung ständig weiter, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aber auch die Tradition bleibt erhalten und alte Techniken werden gerne an die Auszubildende weitergereicht.