Ein Hausdach mit weniger als 7° Neigung bezeichnet man als Flachdach.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Flachdächer für den Bungalowbau verwendet, ansonsten fand das Flachdach eher selten Verwendung. In der aktuellen Architektur hat sich dies jedoch geändert. Immer häufiger findet man Flachdächer auf Bauwerken. Dort machen sie schon 12 Prozent aller neuen Dachkonstruktionen aus, Tendenz steigend.

Je nach Konstruktion kann ein Flachdach zusätzlichen Nutzraum in Form von Terrassen, Parkdecks etc. bieten. Zudem eignet sich ein Flachdach hervorragend für die Installation einer Solar- oder Photovoltaikanlage.

Da ein Bauwerk mit einem Flachdach keine Dachschrägen hat, kann das oberste Geschoss vollständig als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden.

Weil die Dachhaut eines Flachdaches ein relativ geringes Eigengewicht hat, ist es leichter als andere Dachformen.

Häuser mit Flachdächern können mit viel Tageslicht ausgestattet werden, da die Lichtquellen direkt in das Flachdach eingebaut werden können.

Da Regen- und Schmelzwasser von einem Flachdach nur langsam abfließen können, ist eine wasserdichte Verbauung unverzichtbar. Außerdem ist eine gute Entwässerung und Belüftung notwendig.

Jedes Hausdach sollte regelmäßig von einem Fachbetrieb gewartet werden, bei einem Flachdach ist dies besonders wichtig, da nur so Feuchtigkeitsschäden vermieden werden können.

Flachdächer, die in Regionen mit einem hohen Schneeaufkommen gebaut werden, benötigen eine besonders stabile Unterkonstruktion.