Flachdächer kämpfen gegen ein schlechtes Image, das sie seit den 1960er Jahren haben. Doch sind sie wirklich so schlecht wie ihr Ruf?

Vorteile:

Durch die Verwendung eines Flachdaches beim Häuserbau gewinnt der Bauherr zusätzliche Nutzfläche. Ob als Dachterrasse, zur Installation einer Solaranlage, oder mit einer Dachbegrünung: Die Möglichkeiten sind sehr vielseitig.

Nicht zu vergessen ist auch, dass das oberste Wohngeschoss – anders als zum Beispiel mit einem Satteldach – über keine Dachschrägen verfügt und daher vollständig genutzt werden kann. Das steigert nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch den Wert der Immobilie.

In Flachdächern lassen sich zudem sehr einfach Lichtquellen wie beispielsweise Lichtkuppeln einbauen, diese schaffen zusätzliches Tageslicht.

Nachteile:

Da Regen- und Schmelzwasser von einem Flachdach nur langsam abfließen können, ist eine wasserdichte Verbauung besonders wichtig. Außerdem ist eine gute Entwässerung und Belüftung notwendig.

Die regelmäßige Wartung eines Flachdaches ist unverzichtbar. Das trifft natürlich auch auf andere Dacharten zu, alleine schon aus Versicherungsgründen. Sollte der Hausbesitzer in einem Schadensfall keine regelmäßige Wartung seines Hausdaches nachweisen können, würde er unter Umständen komplett oder teilweise auf dem Schaden sitzen bleiben. Allerdings ist es ratsam, ein Flachdach häufiger überprüfen zu lassen als andere Dacharten.

Fazit:

Nicht ohne Grund ist in den letzten Jahren die Anzahl verbauter Flachdächer gestiegen. Neben ästhetischen, ökologischen und praktischen Gründen spricht auch die vielseitige Nutzbarkeit eine wichtige Rolle.

Der höhere Wartungsaufwand spricht eher dagegen.

Ob sich der Bau eines Flachdaches empfiehlt, kann letztendlich nur ein qualifizierter Dachdecker vor Ort beurteilen.